logo Impressum Linux - Video
Linux  Kochen  WebTest  Google-Suche

rand
Hauptmenu
-Linux
-Kochen
-WebTest

Linux
-Befehlsliste
-Nokia 6210
-TextToSpeech
-Video
-Audio
 
SuSE-
Paketlisten
- 10.3 32bit
- 10.3 64bit
- 11.0 32bit
- 11.0 64bit
- 11.1 32bit
- 11.1 64bit
- 11.1 Addons 32/64
- 11.2 32bit
- 11.2 64bit
- 11.3 32bit
- 11.3 64bit
- 11.4 32bit
- 11.4 64bit
- 12.1 32bit
- 12.1 64bit

Google-Suche
 
rand
 
Registrierter
Linuxuser:
#305537
 

Valid HTML 4.01!

 
Last Update: 14.05.2010
 
Zugriffe seit 07.04.2005:
43576
 
©2001-2012  
 
Inhalt
 
Videos digitalisieren
Benutzte Hardware
Treiber bis SuSE 10.1 - Kernel < 2.6.18
Treiber ab SuSE 10.2 - Kernel >= 2.6.18
Vorsicht! Aufnahme
 
Videoschnitt
Videoschnitt mit ProjectX
Videoschnitt mit Gopchop
Vor- Nachteile von ProjectX und Gopchop
 
Authoring und Brennen
Multiplexer
DVDauthor
DVD Brennen
 
Weitere Tips und Tricks
Hilfe, mein Film ist zu gross
DVD mit Menues
 

Benutze Hardware

Als das Problem aufkam, alle Videokassetten vom Camcorder digitalisieren zu muessen, habe ich mir die Karte "Hauppauge PVR 350" zugelegt. Diese Karte besitzt einen MPEG-Encoder und einen MPEG-Decoder und nimmt dem Prozesser die meiste Arbeit ab. Ich kann waehrend der Aufnahme ohne Probleme am Rechner arbeiten. Eigentlich ist die Karte fuer diesen einen Zweck voellig ueberdimensioniert, aber damals ging ich davon aus, evtl. einen Videorecorder schrauben zu wollen. Ja! Mit dieser Karte und "vdr" oder "mythtv" als Software ist es problemlos moeglich. Das Ganze sogar mit TV-OUT!
 
Zum Inhalt

Treiber bis SuSE 10.1 - Kernel < 2.6.18

Fuer die "PVR xxx" gibt es den Treiber "IVTV", den man per Suchmaschine leicht im Internet findet. Die Installation ist einfach und im Paket gut beschrieben.
Tip: Vor langer Zeit musste ich mir stets den aktuellsten "unstable" Treiber laden, heute empfehle ich die aktuelle "stable" Version! Frueher musste man nach der Installation noch einiges anpassen. Heute sollte man lediglich das Modul "msp3400" gegen das vom IVTV-Treiber austauschen. Das wird auch waehrend der Installation angezeigt!
Nach der Installation lege ich fest, wie und mit welchen Einstellungen der Treiber
initialisiert wird.
 
Zum setzen der Einstellungen habe ich mir das Script "/etc/init.d/boot.local" ausgewaehlt.
Hier folgt der entsprechende Ausschnitt aus dem Script:
 
#Modul tveeprom zuerst laden fuer ivtv!
modprobe tveeprom
 
#Parameter fuer Aufnahme als Standard setzen
#/usr/local/bin/ivtvctl -f width=720,height=576 #Aufloesung
/usr/local/bin/ivtvctl -p 0 #Input 0
#/usr/local/bin/ivtvctl -u 0xFF #Pal
/usr/local/bin/ivtvctl -c bitrate_mode=0
/usr/local/bin/ivtvctl -c bitrate=4800000 #min. Bitrate
/usr/local/bin/ivtvctl -c bitrate_peak=6800000 #max. Bitrate
/usr/local/bin/ivtvctl -c stream_type=0 #fuer PS (10 fuer DVD)

 
Nach "#" folgen lediglich Kommentare. Eine Ausgabe ueber alle Einstellungen zum Treiber erhaelst Du auf der Konsole mit folgendem Befehl:
 
/usr/local/bin/ivtvctl -a

 
Uups... und jetzt sollte man vielleicht doch mal in die Doku schauen?
 
Zum Inhalt

Treiber ab SuSE 10.2 - Kernel >= 2.6.18

Fuer die "PVR xxx" liegt der Treiber "ivtv", in den Repositorities!
Zu installieren sind:
ivtv
ivtv-firmware
ivtv-kmp-<Kernel-Typ>
 
Eigentlich sollte "YaST"; die Pakete selbst installieren koennen.
 
Im Gegensatz zu aelteren Versionen von ivtv erfolgen nun alle Einstellungen ueber v4l2-ctl !
Der Aufruf von:
v4l2-ctl --all
liefert alle moeglichen Optionen. Daher moechte ich hier nicht auf die Einzelheiten eingehen.
 
Zum Inhalt

Vorsicht! Aufnahme

Nach erfolgreicher Installation vom IVTV sollte in der Konsole die folgende Zeile von /dev/video0 den ersten Film aufnehmen:
 
cat /dev/video0 > ~/film.mpg

 
Nach einer Weile stoppst Du die Aufnahme mit "CTRL-c". Jetzt sollte in Deinem Home-Verzeichnis die Datei "film.mpg" liegen. Diese kannst Du, wenn alles glatt lief, mit dem mplayer abspielen. War das von Erfolg gekroent, dann kannst Du ab sofort fleissig aufnehmen. Du kannst auch waehrend der Aufnahme in das File reinschauen, indem Du es mit "mplayer" oder "gmplayer" oeffnest.
 
Irgendwann wollte ich nicht warten, bis die Aufnahme beendet ist. Also musste eine kleine "Automatik" ran!
Ich habe mir einen Link von "cat" nach "ivtvcat" angelegt. Somit konnte ich schonmal mittels:
 
killall ivtvcat

 
...die Aufnahme stoppen, ohne unbeabsichtigt einen anderen cat-Prozess zu beenden. Jetzt fehlt nur noch der Timer und den habe ich ungefaehr so gebastelt:
 
#!/bin/bash
set -e
 
#Variablen definieren
start = 1750     #AufnahmeStart 17:50
ende = 1910     #AufnahmeEnde 19:10
name = "test1.mpg"   #OHNE LEERZEICHEN!
 
startfile = "vdrstart"
stopfile = "vdrstop"
 
# Startscript generieren
echo "#!/bin/bash" > "$startfile"
echo "ivtvcat /dev/video0 > $name" >> "$startfile"
echo "" >> "$startfile"
 
# Killscript generieren
echo "#!/bin/bash" > "$stopfile"
echo "killall ivtvcat" >> "$stopfile"
echo "" >> "$stopfile"
 
# Timer setzen ( atd muss laufen!!! )
`at -f "$startfile" $start`
`at -f "$stopfile" $ende`

 
Dieses Script soll lediglich als Anregung dienen. Es beinhaltet keinerlei Sicherheitsabfragen. Zum Test kannst Du das Script in Dein Aufnahmeverzeichnis legen und korrigierst die rot markierten Variablen (start,ende,name).  
Voraussetzung fuer die Funktion von "at" ist der laufende Daemon "atd".
Diesen startest Du als root zum Test mit folgender Zeile:
 
rcatd start

 
Da jetzt die ersten Filme auf der Platte liegen, wollen diese auch geschnitten werden.
Im naechsten Abschnitt geht es damit weiter.
 
Zum Inhalt

Videoschnitt mit ProjectX

In diesem Abschnitt moechte ich auf ein Java-Programm verweisen, welches mir wegen seiner Bedienerfreundlichkeit und dem Umfang an Funktionen sehr ans Herz gewachsen ist: "ProjectX"!
Mit der Suchmaschine Deiner Wahl findest Du nicht nur zur Homepage des Projektes, sondern auch eine umfangreiche Beschreibung zu den einzelnen Funktionen. Ich moechte nur eine kurze Beschreibung schildern.
Nach der Installation wechselst Du ins Verzeichnis von ProjectX und startest dort
(entweder per Script oder per Komandozeile):
 
java -jar pX.jar

 
Schon oeffnet sich ein buntes Fenster.
 
Bevor Du Deinen ersten Film hinzufuegst, solltest Du diesen umbenennen:
"OmasGeburtstag.mpg" nach "Film1.mpg"
oder:
"Fete.ts" nach "Film1.ts"
 
Spaeter folgende Befehlszeilen im Abschnitt "Multiplexer" basieren auf diesem Namen "Film1".
Das empfehle ich natuerlich nur zum besseren Verstaendnis meiner Anleitung. Wenn Du das Spiel einmal erfolgreich durch hast, dann sind Filenamen voellig nebensaechlich!
 
Datei - Hinzufuegen Video hinzufuegen
Bearbeiten - Oeffne Videoschnitt/Specials Video schneiden
 
Hier setzt Du die Marken fuer Anfang, Ende und Pausen. Bei Videos im 4:3 Format musst Du das alles per Hand machen.
Solltest Du eine Aufnahme vom DigitalFernsehen im 16:9 Format vorliegen haben, wo im Vorspann und Abspann Werbung in 4:3 lauft, dann kannst Du einen Startpunkt vor Filmbeginn und einen Endpunkt nach Filmende festlegen und aktivierst den Punkt:
"[x] DAR 0.7031 (16:9)"
Es werden automatisch und unsichtbar nur alle Clips im Format 16:9 ausgewaehlt!
Vergesse spaeter nicht, das Haekchen bei 4:3-Filmen rauszunehmen!
Jetzt gehst Du auf:
 
Uebernehmen und Schliessen
 
...da war ich doch vorhin schon? Ja, aber jetzt geht es los! Und deshalb solltest Du auch auf
 
Los!
 
...druecken und schauen, was da abgeht:-)
 
Im Logfenster solltest Du nur wenige Zeilen mit Warnings sehen:
 
!> verwerfe ueberfluessige B-Frames bei GOP#...
 
Am Ende sollte im Logfile zu erkennen sein, dass die Video- und Audio- Files die gleiche Laenge haben. Beispiel:
 
Zusammenfassung der erstellten Mediendateien:
.Video (m2v): 136534 Bilder 01:31:01.360 ...mpv
Audio 0 (mp2): 227557 Frames 01:31:01.368 ...mp2
Audio 1 (ac3): 170667 Frames 01:31:01.344 ...ac3
 
Hier im Beispiel haben alle Files die Laenge von "01:31:01" und das ist gut so!
Aber warum habe ich jetzt 3 Files? Ganz einfach! Der Demultiplexer hat den Stream in seine Einzelheiten zerlegt:
(VIDEO, MP2, AC3) (Viele Streams bieten nur VIDEO und MP2, so auch die vom Camcorder)
Ausserdem hat ProjectX die Timeline korrigiert! Das heisst, dass Du jetzt trotz Videoschnitt keine Zeitverschiebungen nach dem Multiplexen feststellen wirst!
Der "Multiplexer" hat weiter unten seinen eigenen Abschnitt!
 
Zum Inhalt
Videoschnitt mit Gopchop
"GopChop" ist ebenfalls ein nettes Programm zum Schneiden von Streams.
Es laeuft im normalen X-Fenster, hat aber seine Eigenarten. Zur Bedienung moechte ich lediglich auf den folgenden Abschnitt "Vor- Nachteile von ProjectX und Gopchop" verweisen.
 
Zum Inhalt

Vor- Nachteile von ProjectX und Gopchop

Der klare Favorit beider Programme ist "ProjectX". Der maechtige Funktionsumfang und die Zuverlaessigkeit sind dafuer ausschlaggebend. Das Eliminieren des "composite.display.flag" (gruene Kloetzer beim Abspielen von DVD's auf manchen Playern) funktioniert bestens. Wenn man jetzt noch im Schnittmodus eine "Play-Taste" fuer die Wiedergabe mit "Bild und Ton" einbauen koennte, wuerde ich das Programm als rundum perfekt bezeichnen! (das kommt sicher noch...) Abstuerze habe ich, trotz Java-Anwendung, bisher noch nicht erlebt.
"GopChop" benoetigt zum Einlesen eines Streams ziemlich viel Zeit. Das liegt daran, dass dabei ein Index erstellt wird. Anschliessend kann man dafuer aber zuegig quer durch den gesamten Stream "surfen". Das Abspeichern mehrerer einzelner Clips aus einem Stream in separate Files ist mir bisher nicht gelungen. Die Ursache dafuer koennte aber durchaus zwischen Tatstatur und Rueckenlehne zu finden sein.-)
Ich habe dann jeweils nur einen Clip markiert und diesen abgespeichert. Anschliessend war der naechste Clip dran u.s.w.. Das ist zwar etwas umstaendlich, funktioniert aber.
 
Meine Empfehlung: Teste einfach beide Programme!
 
Zum Inhalt

Multiplexer

Nachdem Du Deinen Stream durch ProjectX gejagt hast, ist dieser in Video- und Audio- Files gesplittet. Diese werden mittels Multiplexer wieder vereint. Dank ProjectX und korrigierter Timeline kommt es hierbei zu keinen Zeitverschiebungen zwischen Video- und Audio- Stream. Als Ergebnis solltest Du einen voellig synchronen Film erhalten.
Es stehen mehrere Multiplexer zur Auswahl. "mplex" ist hierbei mein persoenlicher Favorit. Damit hatte ich bisher keinerlei Probleme.
Nach der Installation des Paketes "mjpegtools" ist "mplex" verfuegbar.
 
Im folgenden Beispiel gehe ich davon aus, dass als Ergebnis das File "Film1.vob" entstehen soll und die Files "Film1.mpv" und "Film1.mp2" auf der Platte liegen. Das Ursprungsmaterial beinhaltete also nur einen Audiostream, oder Du moechtest nur diesen einen beibehalten.
Wechsle in das Verzeichnis, indem "Film1.mpv" und "Film1.mp2" liegen und fuehre folgende Befehlszeile aus:
 
x="Film1"; mplex -f 8 -V -v 1 -o "$x".vob "$x".mpv "$x".mp2
(Das ist eine einzige Befehlszeile!)

 
Beinhaltet das Ursprungsmaterial mehrere Audiostreams und Du moechtest "mp2" und "ac3" beibehalten, dann hilft folgende Befehlszeile:
 
x="Film1"; mplex -f 8 -V -v 1 -o "$x".vob "$x".mpv "$x".mp2 "$x".ac3
(Das ist eine einzige Befehlszeile!)

 
Hier wurden die Audiostreams "mp2" und "ac3" eingebunden.
Tip: Du solltest vorher in die Audiostreams reinhoeren! Dann kannst Du fremdsprachige Streams schon vorweg loeschen. Einen "ac3"-Stream sollte "xine" problemlos abspielen koennen.
 
Wenn "mplex" ohne Murren seinen Dienst getan hat, dann waere jetzt "dvdauthor" zur Arbeit zu bewegen. Im naechsten Abschnitt beschreibe ich die Vorgehensweise.
 
Zum Inhalt

DVDauthor

Nach dem Multiplexen steht nun das File "Film1.vob" zur Verfuegung. Der Einfachheit halber habe ich mir 2 "xml"-Files im Videoverzeichnis erstellt. Diese werden je nach Anzahl der Audio-Streams (1 od. 2) von "dvdauthor" ausgelesen und dienen der Steuerung.
 
Beispiel 1: (one.xml) Ein Audio-Stream (mp2)
<dvdauthor>
  <vmgm/>
  <titleset>
    <titles>
      <audio format="mp2" lang="de" />
        <pgc>
          <vob file="Film1.vob" chapters="0,15:00,30:00,45:00,1:00:00,1:15:00,1:30:00,1:45:00" />
        </pgc>
    </titles>
  </titleset>
</dvdauthor>

Download "onexml.tar.gz"     Downloads bisher:  374
 
"one.xml" wird fuer das Einbetten eines Audio-Streams benoetigt.
"two.xml" im folgenden Beispiel wird fuer das Einbetten von zwei Audio-Streams benoetigt. Die Reihenfolge der Eintraege "audio format=" bestimmen spaeter auf der DVD die Reihenfolge der Audio-Streams beim Abspielen. Der erste Eintrag im xml-File ist der Standard-Stream. Das bedeutet im Beispiel unten, dass "mp2" automatisch beim Start der DVD erklingt. Falls Du als Standard lieber "ac3", also "5.1" nutzen moechtest, dann musst Du lediglich die beiden Eintraege austauschen.
Tip: Die Fernbedienung Deines DVD-Players hat mit ziemlicher Sicherheit eine Taste mit der Beschriftung "Audio". Damit lassen sich spaeter die Audio-Streams umschalten:-)
 
Beispiel 2: (two.xml) Zwei Audio-Streams (mp2+ac3)
<dvdauthor>
  <vmgm/>
  <titleset>
    <titles>
      <audio format="mp2" lang="de" />
      <audio format="ac3" lang="de" />
        <pgc>
          <vob file="Film1.vob" chapters="0,15:00,30:00,45:00,1:00:00,1:15:00,1:30:00,1:45:00" />
        </pgc>
    </titles>
  </titleset>
</dvdauthor>

Download "twoxml.tar.gz"     Downloads bisher:  285
 
Vielleicht sollte ich den Abschnitt chapters= noch erklaeren. Hier wird festgelegt, wie lang ein Kapitel im Film sein soll. Also: Wie weit vor oder zurueck wird im Film gesprungen, wenn ich auf der Fernbedienung meines DVD-Players die Tasten ">" oder "<" druecke. Ich habe als globales Raster 5 Minuten gewaehlt. In beiden Beispielen hier auf der Seite, habe ich jedoch ein Raster von 15 Minuten auf eine Filmlaenge von ca. 2 Stunden gewaehlt. Das war einfach uebersichtlicher. In den beiden Downloads ist jedoch das 5 Minuten-Raster eingetragen und reicht bis zu einer Filmlaenge von 4 Stunden! Keine Angst - "dvdauthor" nutzt das Raster nur bis zum Filmende. Der Rest wird einfach ignoriert. Ich kann ohne laestige Nacharbeit Filme bis zu einer Laenge von 4 Stunden authoren. Man wird ja schliesslich faul:-)
 
Nach obigen Vorbereitungen kommt nun endlich der "dvdauthor" zum Einsatz. In einer Konsole erledigt folgende Befehlszeile die ganze Arbeit. Allerdings musst Du Dich wieder im Videoverzeichnis befinden. (das bist Du ja noch, oder?)
 
Beispiel 1: mit one.xml
x="Film1"; dvdauthor -o "$x" -x one.xml -T
(Das ist eine einzige Befehlszeile!)

 
Einzige Voraussetzung: Im xml-File muss auch "Film1.vob" als vob file="Film1.vob" eingetragen sein. Das gilt fuer beide Beispiele!
 
Beispiel 2: mit two.xml
x="Film1"; dvdauthor -o "$x" -x two.xml -T
(Das ist eine einzige Befehlszeile!)

 
Nun hast Du in Deinem Videoverzeichnis auch noch ein Verzeichnis mit dem Namen "Film1". Darin liegt die komplette DVD-Struktur. Zum Test kannst Du mit "xine" das fertige Video anschauen.
 
xine dvd://Videoverzeichnis/Film1/VIDEO_TS
(Das ist eine einzige Befehlszeile!)

 
Wenn bis hierher alles in Ordnung war, dann geht es jetzt ans Brennen.
 
Zum Inhalt

DVD brennen

In der Konsole befindest Du Dich immer noch im Videoverzeichnis.
Im folgenden Beispiel musst Du dringend das Device Deines Brenners anpassen! Sollte das Device auf eine Festplatte zeigen, sind alle Daten weg!
Das "/dev/xxx" habe ich nicht umsonst eingesetzt! Du musst dafuer das richtige Device eintragen. z.B.:
"/dev/dvd" oder
"/dev/dvdrecorder" oder
"/dev/hdc" oder wie das Device bei Dir auch immer heissen mag
Ob Du das richtige Device ausgewaehlt hast, kannst Du mit:
 
eject /dev/xxx

 
...testen. Wenn xxx richtig gesetzt war, dann ging das DVD-Fach auf.
Jetzt kannst Du die folgende Befehlszeile aufrufen:
 
x="Film1"; growisofs -Z /dev/xxx -V "$x" -dvd-video "$x"

 
Die Ausgaben in der Konsole verraten Dir, wann die DVD fertig erstellt ist.
Sollte der Film wegen seiner Groesse nicht auf die DVD passen und growisofs verweigert seinen Dienst, dann lese bitte den folgenden Abschnitt "Hilfe, mein Film ist zu gross!"
 
Zum Inhalt

Hilfe, mein Film ist zu gross

Auch zu diesem Abschnitt gibt es Moeglichkeiten auf Linux-Basis. "requant" waere die Loesung! Allerdings kommt in diesem Bereich meine Faulheit zum Tragen:-)
Ich nutze "DVD Shrink"! Das ist ein Windows-Programm und laeuft unter "wine"! Auch wenn es ziemlich wackelig laeuft, aber es laeuft. Damit kann ich meine, mit "dvdauthor" erstellte DVD-Struktur "schrumpfen".
 
Sollte ich meine Unterlagen zu "requant" wiederfinden, dann werde ich diese Moeglichkeit auf dieser Seite spaeter beschreiben. Leider reicht meine "bash-history" nicht mehr soweit zurueck und selbst mein Info-File hatte ich damit scheinbar nicht gefuettert!
 
Zum Inhalt

DVD mit Menues

Viele Wege fuehren nach Rom! Auch hier gibt es die Moeglichkeit, auf der Konsole ein entsprechendes "xml-File" fuer "dvdauthor" zu erstellen. Das wird ein recht maechtiges File und waere ziemlich umstaendlich in allen Details hier zu beschreiben. Wie man auf einfache Art und Weise zu diesem xml-File kommt, folgt jetzt:
Ich benutze "dvdstyler" um komplexere Projekte zu erstellen. Im folgenden Beispiel versuche ich zu erklaeren, wie man mit wenigen Schritten eine DVD mit Menu und 3 Kurzfilmen per Mausschubsen erstellt:-)
 
Vorweg: Ich benutze SuSE 9.2 mit KDE 3.3.2. Fuer "dvdstyler 1.3.1" musste ich das Paket "netpbm" nachtraeglich Installieren! (liegt auf SuSE-DVD) Das wird IMHO benoetigt, um aus einem jpg den Menu-Hintergrund zu erstellen.  
Jetzt starten wir "dvdstyler". Unter KDE drueckst Du "ALT-F2" und gibst dort "dvdstyler" ein. Unter Konfiguration-Einstellungen-Systemkern solltest Du alle Einstellungen pruefen und das Device fuer Deinen DVD-Brenner anpassen. Nun aber zum eigentlichen Teil, dem Video:
 
Der Menu-Hintergrund
Suche ein zum Video passendes Hintergrundbild. Das kann auch ein Snapshot aus Deinem Video sein. So einen Snapshot erstellst Du ganz einfach mit "xine". Dieses Bild ziehst Du mit der Maus auf den schwarzen Hintergrund im leeren Menu-Fenster. Du kannst das Bild in Groesse und Position nach Belieben aendern. (fast nach Belieben)
 
Die einzelnen Buttons
Im "dvdstyler" findest Du auf der linken Seite die Schaltflaeche "Buttons" und diese waehlst Du jetzt aus. Ja, da ist nur einer drin. Der reicht fuer dieses Beispiel hier voellig aus. Du ziehst das Button-Symbol 3 mal auf den vorhin erstellten Menu-Hintergrund. Ordne die Buttons erst einmal ungefaehr an die richtige Position. Die Einstellungen aendern wir spaeter!
 
Die einzelnen Video-Clips
Ich nutze als Namen fuer die Clips hier im Beispiel: "Film1.vob", "Film2.vob" und "Film3.vob".
Im "dvdstyler" findest Du auf der linken Seite die Schaltflaeche "Verzeichnisse". Dort waehlst Du Dein Videoverzeichnis. Jetzt solltest Du die gewuenschten Symbole der Clips zu sehen bekommen. Zuerst ziehst Du "Film1.vob" in das untere Fenster vom "dvdstyler". (Dahin, wo bisher nur das Symbol "Menu1" drinliegt.)
Jetzt ziehst Du "Film2.vob" und "Film3.vob" auch nach unten. Im Vorschaufenster liegen jetzt von links nach rechts:
Menu1 Titel1 Titel2 Titel3
Nun sind die groben Vorbereitungen getroffen. Die Feinheiten folgen jetzt.
 
Die Einstellungen
Auf dem Hintergrund liegen noch die puren Buttons. Diese richten wir schnell ein:
Mit der rechte Maustaste klickst Du auf Button1. Es erscheint der Dialog zum Einstellen. Im Feld "Aktion" sollte schon richtig drin stehen: "jump title 1;"
(Bedeutung: Nach Auswahl dieses Buttons wird Film1 gestartet!)
Im Feld "Text" traegst Du den Namen fuer den Button ein. Nehmen wir mal "Teil 1" fuer diesen ersten Button. Die Einstellungen zu "Schriftart" und "Farben" muss ich sicher nicht beschreiben.-) Du solltest jedoch beachten, das die Darstellung spaeter auf dem TV etwas verschwimmt. Waehle also die Schrift nicht zu klein und nicht zu fett! Optimale Werte findest Du nach wenigen Versuchen:-) Nun werden die restlichen 2 Buttons eingerichtet.
 
Button2:
"Aktion": "jump title 2;"
"Text": "Teil 2;"
Button3:
"Aktion": "jump title 3;"
"Text": "Teil 3;"
 
Wir haben also schonmal festgelegt, dass je nach Button-Auswahl der richtige Film gestartet wird.
Es ist noch einzustellen, dass nach dem Ende von Film1 automatisch der Film2 und danach Film3 weiterlaeuft. Auch das ist ganz simpel.
Ein Rechtsklick auf "Titel1" im Vorschaufenster zeigt die Einstellungen zum "Film1.vob". Hier kannst Du festlegen, wie lang die einzelnen Kapitel sein sollen. Die Pause laesst Du fuer dieses Beispiel bitte auf "0". Das Feld "Nachbefehle" ist ein wichtiger Punkt. Hier legen wir fest, was am Ende jedes einzelnen Films (Titels) passieren soll! Wir waehlen folgende Einstellungen fuer die einzelnen Titel 1-3:
Titel1:
"jump title 2;"
Titel2:
"jump title 3;"
Titel3:
"call menu;"
 
Somit haben wir definiert, dass nach dem Ende von Film3 wieder das Menu erscheint! Jetzt wird das Projekt vorsichthalber gespeichert. "Datei- Speichern unter". Wie Du schnell erkennen kannst, wurde ein "xml-File" erstellt:-) Das kannst Du Dir ja mal anschauen. Du wirst mir jetzt sicher zustimmen, dass dies ein recht umfangreiches File ist und die Erstellung per Hand nicht unbedingt simpel ist.
 
Da war doch noch der Dialog: "Datei- Brennen dvd".
Fuer erste Tests wuerde ich mir lediglich eine Vorschau erzeugen lassen und mit "xine" anschauen! (die Befehlszeile findest Du oben, im Abschnitt "dvdauthor")
Brennen wuerde ich erst, wenn das Ergebnis wirklich passt:-)
 
In der Hoffnung, dass Dir diese Seite weiterhilft wuensche ich viel Spass!
Solltst Du Fehler entdecken, oder Vorschlaege zur Verbesserung haben, dann melde Dich bitte per eMail. Die Adresse findest Du im Impressum.

Ganz nach oben  
Google